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Jan

Anpassung an Tight Games

Author : Karl H.
032 Anpassung an Tight Games

Anpassung an Tight Games

Poker wird unterschiedlich straff gespielt. Mansche Spieler gehen selbst dann bis zum bitteren Ende mit, wenn sie sich eigentlich kaum Hoffnungen darauf machen können, die Hand zu gewinnen. Andere Spieler wiederum sind extrem wählerisch und werfen so gut wie alle Karten weg, auf der Suche nach der perfekten Starthand für das perfekte Pokerspiel. Sich darauf einstellen zu können, ist Trumpf. Seinen persönlichen Stil ohne Rücksicht auf das Umfeld gnadenlos durchzuziehen, kann dagegen in einer Katastrophe enden. Als erfolgreicher Pokerspieler muss man daher in der Lage sein, sich der jeweiligen Situation am Pokertisch anzupassen. Hat man sich die Fähigkeit angeeignet, die Spielweise korrekt einzuschätzen, dann fällt es im Grunde genommen gar nicht schwer, die richtigen Anpassungen vorzunehmen – von einigen Ratschlägen können daher bereits Anfänger, die Poker lernen, profitieren. Mit zunehmender Spielpraxis kann man seinen Spielstil dann weiter perfektionieren und die Anpassung an bestimmte Spielertypen optimieren, denn dazu benötigt man in erster Linie Erfahrung.

Tight Games (straffe Spiele) sind solche Spiele, bei denen die meisten der Pokerspieler am Tisch dazu neigen, ihre Karten schnell wegzuwerfen. Man hat an einem solchen Pokertisch daher in erster Linie das Problem, kaum einen Profit machen zu können, wenn man eine hervorragende Starthand bekommt und diese eigentlich lukrativ ausspielen möchte. Glücklicherweise gibt es jedoch auch Mittel und Wege, um straffen Spielern ihr Geld abknöpfen zu können, man sollte daher nicht gleich verzagen, wenn man an einem straffen Tisch landet. Da ein straffer Spieler dazu neigt, im Zweifelsfall eher früh als spät auszusteigen, da sie das Risiko, das von schwachen und mittelmäßigen Händen ausgeht, verabscheuen. Man kann ihnen daher ohne Probleme wieder und wieder kleinere Pots stehlen, da sie kaum dagegenhalten werden, wenn sie sich ihrer Hand nicht ganz sicher sind.

Straffe Spieler, die aggressiv spielen (sogenannte TAGs, Tight Aggressive Players), unternehmen häufig nichts dagegen, dass man sie wieder und wieder in den Fold treibt und ihnen damit den Pot stiehlt, auch wenn das eigene Blatt dem des TAGs vielleicht unterlegen ist. Statt ihre Handrange (die Bandbreite der von ihnen gespielten Starthände) zu erweitern, warten sie geduldig auf die optimale Starthand und spielen dann aggressiv. Dies lässt sich also leicht erkennen: Wenn ein solcher Spieler plötzlich zum Leben erwacht, ist das in der Regel ein sicheres Zeichen dafür, dass er ein hervorragendes Blatt hat. Entsprechend sollte man vorsichtig sein und sich lieber frühzeitig verabschieden. An einem Tisch voller TAGs ist man ansonsten aber gut beraten, selbst locker zu spielen, da die TAGs der Reihe nach einen Grund dafür finden werden, ihre Karten wegzuwerfen, so dass man den Pot mit schöner Regelmäßigkeit stehlen kann.

Originally posted 2010-01-27 11:26:00. Republished by Blog Post Promoter

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