Ein Leben in Reichtum in Las Vegas oder Monte Carlo finanziert durch Gewinne beim Poker – welcher Anfänger träumt nicht von einer solchen Zukunft?
Die Faszination von Poker ist seit Jahren ungebrochen und wird sogar noch verstärkt durch spannende Live-Übetragungen großer Turnier auf Sportsendern, bei denen professionelle Spieler Preisgelder in fantastischen Höhen gewinnen, scheinbar völlig mühelos.
Doch bevor man sich eines Tages diesen Traum verwirklichen kann, ist es wichtig, sich mit dem theoretischen Grundgerüst von Poker auseinander zu setzen.
Man spielt Poker mit einem Kartenspiel mit 52 Karten: 2-10, Bube, Dame, König, Ass, jeweils in Karo, Kreuz, Pik und Herz. Es gibt in jedem Casino verschiedene Sitten bezüglich der Spielerzahl, die meisten spielen zu zweit, zu sechst oder zu zehnt, es gibt aber keine einheitliche Regelung. Im Poker kann sich jeder Spieler an einem Tisch mit Spielchips einkaufn (z.B. 500). Das Ziel beim Poker ist der Gewinn von Spielchips – diese repräsentieren natürlich oft echtes Geld. Wenn man sich also an einem Pokertisch für 20 Euro einkauft und dafür, zum Beispiel, 100 Chips erhält, dann durch gutes Spiel auf 200 Chips verdoppelt und geht, bekommt man 40 Euro für seine 200 Chips. In Turnieren wird aber nach dem K.O.-Prinzip gespielt. Erst sobald also nur noch ein Spieler übrig ist, werden nach den Platzierungen Preisgelder ausgezahlt. Im Poker wird, wie bei den meisten Kartenspielen, im Uhrzeigersinn ausgeteilt und die Funktion des Kartenmischers und -gebers wandert nach jeder Runde um einen Spieler weiter. Diesen Spieler nennt man im Poker dann jeweils “Dealer”. Direkt nach dem Dealer kommt der „Small Blind“, dann der „Big Blind“. Dazu nun mehr. Im Poker gibt es immer einen Mindesteinsatz. Bei einem Spiel mit Blinds ist das der “Big Blind”, der “Small Blind” ist die Hälfte davon. In einem Spiel, in dem die Blinds also bei „20/40“ stehen, muss der Small Blind 20 Chips und der Big Blind 40 Chips setzen. Das ist notwendig, damit in jeder Hand ein Pot entsteht, um den es sich zu spielen lohnt. Eine Alternative zu den Blinds ist bei manchen Varianten im Poker die Ante. Dabei muss jeder Spieler in jeder Hand den Mindesbetrag setzen.
Soviel zur Theorie, jetzt kommen wir zum tatsächlichen Spiel. Im Poker soll in jeder Hand aus den verfügbaren Karten, also den offenen, die für alle Spieler sichtbar sind und auch von ihnen verwendet werden dürfen, sowie den verdeckten, das beste, immer aus fünf Karten bestehende Blatt gebildet werden. Hier in aufsteigender Reihenfolge die möglichen Blätter im Poker:
High Card: Man hat keins der folgenden Blätter. Jetzt zählt die höchste Karte.

High Card
Pair: Man hat zwei Karten mit dem gleichen Wert.

Pair
Two Pair: Zwei pairs.

Two Pair
Trips: Man hat drei Karten mit dem gleichen Wert.

Trips
Straight: Man hat fünf Karten in einer Reihe.

Straight
Flush: Man hat fünf Karten in einer Farbe.

Flush
Full House: Man hat ein Pair und Trips.

Full House
Four of a Kind: Man hat alle 4 Karten desselben Wertes.

Four of a kind
Straight Flush: Man hat eine Straße (straight) in einer Farbe.

Straight Flush
Royal Flush: Man hat einen straight flush mit dem A als höchste Karte.

Royal Flush
Das Interessante am Poker ist jedoch, dass die beste Hand nicht immer gewinnen muss. Kann man den Gegner durch kalkulierte, häufig große Einsätze dazu bringen, seine Hand zu folden, gewinnt man den Pot. Wie man in den einzelnen Bietrunden setzt und so den Gegner dominiert, sollen in den kommenden Wochen die weiteren Artikel zu Poker erläutern.
